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Warum Ponies Ärsche sind und es Eselsohren in sich haben...

Da haben wir es dann also,  das erste Thema was mir so sehr am Herzen liegt..

 

Kennt ihr das ? Ihr freut euch in den Stall zu fahren um endlich den Kopf auszubekommen, habt super gute Laune und dann ist mit einem Schritt in die Stallung die miese Laune wieder da ?!

 

Ich wünsche es euch definitiv nicht, aber ich werde auch nicht die Einzige sein, die damit zu kämpfen hat.

 

Blöderweise bin ich sowohl Pony - als auch Eselsohrbesitzerin... quasi doppelt gestraft.

 

Um die Box meines Ponys , blöderweise auch noch ein echt hübscher Mini- Shetty Wallach, der Aufmerksamkeit liebt, bilden sich seit meinem Stallwechsel regelmäßig richtige Trauben von begeisterten Kids und Muttis, die den Knirps ja ach so süß und goldig finden.

 

Joa, ist er ja irgendwie auch - er ist aber auch ein kleiner, rotzfrecher Terrorkrümel und er weiß sehr genau einzusetzen, dass alle anderen ihn ja unglaublich toll finden und benimmt sich immer dann , wenn er weiss dass es angebracht ist - damit seine Tarnung nicht auffliegt.

 

Tatsächlich ist er ziemlich unerzogen, seine Leibspeise sind meine Schnürsenkel und wenn er jemanden ärgern möchte, rennt er einem von hinten in die Kniekehlen - damit man umfällt- oder schmeisst die volle Schubkarre um, wenn man das Paddock gerade abgekoppelt hat....

 

Bis ich es allerdings überhaupt geschafft habe, durch die Menschentraube sein Halfter zu ergattern und die Box zu betreten sind bestimmt 10 Minuten vergangen... Fatal , das Eselsohr steht nebendran und ist eifersüchtig... Ich bekomme also später seine schlechte Laune garantiert ab, weil der Kleine mal wieder zuviel Aufmerksamkeit bekommen hat - und das auch noch VOR IHM.

Wie kann ich nur....?!?

 

Nunja zurück zum eigentlichen Problem... mein Mini wohnt nicht allein, er hat 'nen Ponykumpel - der sich in der Beschützeraufgabe sehr zuhause fühlt und die Rolle als Schrank auch generell gerne dann auspackt, wenn man sich beeilen muss. Bestätigt also meine Theorie, dass Ponys einfach Ärsche sind.

Das heisst - ich muss betteln und bitten , damit die ganzen Kids und Muttis verschwinden, bevor ich mein Pony aus der Box hole, damit ihnen nichts passiert... verstanden wird das nie.

 

Der ist ja so süß, der würde doch niemals etwas tun... ÄHM , DOCH! Und zwar genau dann, wenn ihr alle nicht damit rechnet.

 

Ponys sind berechnend.. ihr habt kein Essen? Ihr wollt einfach so streicheln und dann gibt es nix dafür? Tja, dafür gibt es definitiv irgendwann die Quittung, meistens dann im vollen Programm -steigen, schlagen, beissen, wegrennen... damit euch nichts passiert rennen Ponybesitzer gerne rechtzeitig einfach weiter, wenn sie auf ihr süßes Ding angesprochen werden... Sie finden euch nicht blöd , weil ihr das sagt, sie freuen sich sogar aber wollen euch einfach beschützen...

 

Natürlich gibt es da auch die ganz einfachen Reitschulponies, die total lieb sind und nie was tun.... aber die bekommen ja auch Leckerlies ohne Ende!

Und im Endeffekt ist jeder Reiter irgendwann im Laufe seiner reiterlichen Karriere an dem Punkt angelangt, den Ponys, die einem das Fallen beigebracht haben und einen durch eine verdammt harte Schule geschickt haben, dankbar zu sein.  Das kommt doch auch nicht irgendwoher, aber man ist es definitiv.

 

Spätestens dann, wenn man ein Eselsohr- Reiter wird!

 

Ein Eselsohr, was ist das eigentlich ?

Naja eben ein Pferd, mit super langen Ohren :D

Meistens blutgeprägt und intelligent, in meinem Fall zusätzlich, blöderweise, Trakehner.

 

Eselsohren haben so an sich, dass sie generell lieb und brav aussehen, treudoof jeden anschauen und gerne aus dem nichts explodieren. Vielleicht liegt das daran, dass sie zuviel hören- die Ohren sind ja länger als bei anderen Pferden... wer weiß.

 

Einfach zu reiten sind solche Tiere jedenfalls nie!

 

Wenn man ein kleines Pulverfass gern hat, dann kann man sich gut damit arrangieren, dass aus dem eseligen, trottelig daherblickenden Pferchen aus dem nichts ein Feuerstuhl wird. Blöderweise wird man von Mitreiten nur belächelt wenn man um Abstand bittet oder vorwarnt... "Der macht doch nichts, der läuft doch super brav am Bändel. Was hast du denn... mach dein Pferd doch nicht so schlecht- super chic ist der ".

 

Bis man dann "Achtung " brüllt und man auf einmal auf nem Steiger sitzt, der , aus dem nichts 'nen Haken geschlagen hat und zuvor völlig ohne Lenkung quer bockend durch die Halle geschossen ist.... Ja- danach hat man seinen Abstand... aber meistens nur bis zum absteigen, danach ist er wieder Zucker und Toll.

 

Keine Angst - ich liebe meine Zwei!

Mein Pulverfass und mein Terrorkrümel sind mir das Wichtigste auf der Welt und werden bis zum Schluss bei mir bleiben, aber manchmal wäre es einfach schön nicht belächelt, sondern ernst genommen  zu werden.

 

Und so lustig sich das hier alles liest, genauso unangenehm ist es ein solches Tier zu besitzen. Sich erklären müssen ist doof.. sich rechtfertigen noch blöder und gerade im Stall möchte man doch einfach mal die Probleme aus dem Sattel werfen können und sich zuhause und komplett fühlen.

 

Wenn Ihr also ein Pony- oder Eselsohrbesitzer bei euch im Stall habt, zeigt einfach mal Verständnis, wen sie genervt an euch vorbei huschen. Es ist nie persönlich gemeint.. sie haben bloss mal wieder Stress obwohl sie mal endlich abschalten wollten.

 

Danke!

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Kommentare: 1
  • #1

    Gerber Chantal (summer.child.1996) (Donnerstag, 01 März 2018 18:24)

    Ponies sind Ärsche? Oooh jaa� ich kenne 3 Shettys und alle drei habens Faustdick hinter den Ohren��.
    Eselohren können explosive Pferde sein? Und wie!! Auch da kann ich dir mehr als zustimmen� sie gucken zwar treudoof aber, Obacht wenn denen was nicht passt.��